EU-Kommission genehmigt Milliarden-Staatshilfe für Reisekonzern Tui

EU-Kommission genehmigt Milliarden-Staatshilfe für Tui

Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Coronakrise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. "Tui wurde wie viele andere Tourismusunternehmen von der Coronakrise schwer getroffen", sagte die zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager. Die deutsche Staatshilfe ist nach Auffassung der EU-Kommission "erforderlich, geeignet und angemessen", um eine "beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats" zu beheben. Der Staat werde "für das von den Steuerzahlern getragene Risiko eine hinreichende Vergütung erhalten und die Unterstützung mit Auflagen verbinden, um mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen", betonte Vestager.

Braun rechnet mit Lockdown-Verlängerung wohl bis 31. Januar

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) rechnet mit einer Verlängerung der ursprünglich bis 10. Januar geltenden Beschränkungen in der Corona-Pandemie bis voraussichtlich zum 31. Januar. Schwierigstes Thema bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Dienstag werde der Schulbereich sein, machte Braun nach Angaben von Teilnehmern in einer digitalen Informationssitzung der Unionsfraktion deutlich. Sein Eindruck sei, dass es ein erhebliches Ausbruchsgeschehen an den Schulen gebe. Es sei aber unklar, was die Runde in diesem Zusammenhang abschließend bringen werde. 

Vor Corona-Beratungen


Länder offenbar einig: Verlängerung des Lockdowns kommt – Streitpunkt bei Schulen und Kitas

Katalonien riegelt wegen Corona alle Gemeinden zehn Tage lang ab

Wegen anziehender Corona-Zahlen haben mehrere Regionen in Spanien eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Besonders strenge Einschränkungen kündigte Katalonien mit der Metropole Barcelona an. In dieser Comunidad Autónoma (Autonomen Gemeinschaft) werden alle Gemeinden ab Donnerstag abgeriegelt, wie die regionale Gesundheitsministerin Alba Vergés am Montag in Barcelona mitteilte. Die knapp 7,6 Millionen Einwohner der Region im Nordosten Spaniens werden ihre jeweilige Gemeinde zehn Tage lang nur mit triftigem Grund verlassen dürfen – etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren.

Corona-Krise führt vermutlich erstmals zu Senkung der Diäten im Bundestag 

Die 709 Bundestagsabgeordneten müssen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr voraussichtlich erstmals eine Senkung ihrer Diäten hinnehmen. Die "Bild"-Zeitung verwies darauf, dass die Nominallöhne laut Statistischem Bundesamt im zweiten und dritten Quartal 2020 um vier beziehungsweise 1,3 Prozent gesunken seien. Da der Negativ-Trend auch im vierten Quartal anhalten dürfte, schlage sich das auch auf die Diäten nieder. Die Diäten werden jeweils zum 1. Juli so angepasst, wie sich die Nominallöhne im Vorjahr entwickelt haben. 2020 stiegen die Löhne nur im ersten Quartal, und zwar um 2,1 Prozent.

Schulen sollen voraussichtlich geschlossen bleiben

Deutschlands Schulen sollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bislang geplant geschlossen bleiben. Das beschlossen die Kultusminister der Länder am Montag in einer Schaltkonferenz, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin mitteilte. Aufgrund des Infektionsgeschehens müssten unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden. Sollte es die Situation in einzelnen Ländern erlauben, sei die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Stufen möglich.

Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 an die Schulen zurückkehren. Durch eine Halbierung der Klassen solle dann für die höheren Klassen Wechselunterricht ermöglicht werden. Abschlussklassen sollen ausgenommen sein, so dass sie sich angemessen auf Prüfungen vorbereiten können. Ursprünglich war ein Lockdown für die Schulen bis Ende dieser Woche vorgesehen.

Corona in Kitas


Kinderarzt warnt: "Es könnte unter Kindern sehr viel mehr Infektionen geben als bisher vermutet"

Bundesregierung verteidigt europäische Impfstoff-Beschaffung 

Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser "Grundsatzentscheidung", sagte Seibert am Montag in Berlin. "Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist", sagte er weiter und ergänzte: "Ja, die Ungeduld, die viele Fragen, die Bürger jetzt stellen, sind verständlich."

Seibert reagierte auf kritische Fragen von Journalisten, die auf eine zu geringe Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland zielten. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium sagte dazu: "Dass es jetzt am Anfang knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar."

EU-Kommission: Zahl der Corona-Impfstoffe reicht aus 

Nach heftiger Kritik an fehlenden Corona-Impfstoffen hat die EU-Kommission ihre Strategie zur Beschaffung der Mittel erneut verteidigt. "Die Zahl der Impfstoffe, die wir haben, reicht aus", sagte Kommissionssprecher Eric Mamer am Montag in Brüssel. Die Mittel müssten nun aber erst produziert und verteilt werden.

"Wir beurteilen diese Kampagne, als wäre sie schon vorbei, doch die Kampagne beginnt erst", sagte Mamer. Schon im Herbst habe man gesagt, dass die Auslieferung der Impfstoffe ab Jahresende 2020 schrittweise ausgebaut werde und große Lieferungen im April zu erwarten seien. Deshalb ist es ziemlich erstaunlich zu sehen, dass wir uns jetzt umdrehen und sagen: 'Warum sind noch nicht alle Impfstoffdosen auf dem Markt?'" Das sei von Anfang an klar gewesen.

Österreich verlängert Lockdown bis 24. Januar 

In Österreich wird der bis zum 18. Januar geplante Lockdown nach Angaben der Regierung um eine Woche verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich sei, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag erklärte. Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffene Maßnahme bedeutet, dass Handel, viele Dienstleister und Gastronomie bis dahin geschlossen bleiben.

Robert-Koch-Institut: Mehr als 264.000 Impfungen bundesweit gemeldet

Mehr als 264.000 Menschen in Deutschland sind bislang gegen Covid-19 geimpft worden. Bis Montag (Stand 12.00 Uhr) wurden insgesamt 264.952 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 22.234, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern (7,1) erfasst, gefolgt von Sachsen-Anhalt (6,1) und Hessen (5,3). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher aus Thüringen (0,4), Niedersachsen (0,7) und Sachsen (1,2) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt bei 3,2 Impfungen pro 1000 Einwohner.

Kampf gegen Covid-19


Biontech, Moderna, AstraZeneca: Was wir über die Corona-Impfstoffe wissen

Mehrheit der Länder für Verlängerung des Lockdowns bis 31. Januar

Die Mehrheit der Ministerpräsidenten ist für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar. Die Unions-geführten Länder hatten sich bereits am Sonntagabend auf diese Linie verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus dem Kreis der Ministerpräsidenten erfuhr. Nur zwei SPD-geführte Länder seien noch anderer Meinung, hieß es aus einer anderen Quelle. Der Corona-Lockdown sollte eigentlich am 10. Januar enden, doch angesichts weiter hoher Infektionszahlen ist eine Verlängerung höchstwahrscheinlich.

NRW: Impfungen für Beschäftigte in Krankenhäusern ab 18. Januar 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf über den Fortschritt der Impfungen in seinem Bundesland informiert. Demnach seien in NRW bislang 81.300 Menschen geimpft worden. Bis Ende der Woche sollen es 140.000 sein. Um alle 1,2 Millionen über Achtzigjährigen in NRW zu versorgen, werde man bis Ende März brauchen. Laumann betonte, dass er keine Fehler bei der Beschaffung des Impfstoffes durch die EU sehe. Dass es aufgrund von geringen Produktionskapazitäten zu grundlegenden Verzögerungen kommen werde, sei von Anfang an allen Beteiligten bewusst gewesen.

In Nordrhein-Westfalen werden ab dem 18. Januar Corona-Schutzimpfungen für alle Beschäftigten in Krankenhäusern angeboten, die nah an Covid-Patienten arbeiten. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf an. Bis zum 24. Januar werde es für alle rund 90.000 Beschäftigten dieser Gruppe in den Krankenhäusern ein Angebot geben.

Corona


Eine Woche nach Impfstart in Deutschland – Wo es ruckelt und warum

Zu wenig Impfstoff für großen Impfstart in der Schweiz

Nach den ersten Corona-Schutzimpfungen am 23. Dezember wollten die meisten Schweizer Kantone mit großen Impfkampagnen beginnen. Allerdings fehlten vielerorts Impfdosen. Die Kritik an der Regierung wächst. Die wenigen angebotenen Impftermine waren innerhalb von Minuten ausgebucht. 

Die Regierung hatte sich zwar 15,8 Millionen Impfdosen für die 8,5 Millionen Einwohner gesichert, die Hälfte davon aber bei dem US-Hersteller Moderna, dessen Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Mit der Mainzer Firma Biontech und dessen US-Partner Pfizer wurde erst im Dezember ein Vertrag geschlossen. Die Behörden seien von der schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs noch vor Weihnachten überrascht worden, sagte Christoph Berger, Präsident der Kommission für Impffragen, der Zeitung "Blick". Die Behörden hätten mit einem Impfstart im Februar oder März gerechnet.

Bund und Länder offenbar einig: Lockdown soll bis 31. Januar verlängert werden

Einen Tag vor dem Zusammentreffen von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten ist die Entscheidung über einer Verlängerung der Corona-Maßnahmen offenbar bereits gefallen. Medienberichten zufolge werden Bund und Länder den Corona-Lockdown wohl bis zum 31. Januar verlängern. "Bis auf zwei Länder sind alle für Ende Januar", berichtete der Sender "rbb" in Bezug auf die Nachrichtenagentur Reuters nach eigenen Angaben am Montagvormittag aus Verhandlungskreisen. Die endgültige Entscheidung fällt voraussichtlich am Dienstag.

Kretschmer will Schulen und Kitas vorerst weiter geschlossen halten 

Sachsen will sich nicht auf den Zeitpunkt für eine Öffnung von Schulen und Kitas in der Corona-Krise festlegen. "Wir müssen mit Eltern und Lehrern, aber auch mit Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern darüber sprechen, dass für einen gewissen Zeitraum die Einrichtungen geschlossen bleiben, um einfach das Bewegungsgeschehen weiterhin zu reduzieren", erklärte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag im ARD-Morgenmagazin. 

Corona in Kitas


Kinderarzt warnt: "Es könnte unter Kindern sehr viel mehr Infektionen geben als bisher vermutet"

Spahn lässt zeitliche Streckung zweiter Impfung prüfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lässt die Möglichkeit prüfen, die beim Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer vorgesehene zweite Impfung zeitlich zu strecken, um mit der Impfung von mehr Menschen starten zu können. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institut solle nach Sichtung entsprechender Daten dazu eine Empfehlung abgeben, heißt es in einem der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorliegenden Schreiben des Gesundheitsministeriums.

In dem Schreiben, über das zunächst der "Spiegel" berichtet hatte, wird auf die in Großbritannien geübte Praxis verwiesen, den zeitlichen Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung weit über die in der Zulassung maximal vorgesehenen 42 Tage hinaus zu verlängern. Eine solche Entscheidung in Abweichung von der Zulassung bedarf einer vertieften wissenschaftlichen Betrachtung und Abwägung", heißt es in dem Papier des Ministeriums.

AfD lehnt Verlängerung der Anti-Corona-Maßnahmen ab 

Vor den Beratungen über künftige Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich die AfD strikt gegen eine Verlängerung der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. Partei-Vize Stephan Brandner sagte am Montag: "Statt mit immer neuen Einschränkungen zu agieren und den sogenannten Lockdown ins Unendliche zu verlängern, muss der Schutz der Risikogruppen im Vordergrund stehen." Kritik übte Brandner auch an Überlegungen des Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow (Linke), die Bewegungsfreiheit der Bürger im Freistaat einzuschränken.

Corona-Pandemie


Lockdown verlängern oder nicht? – Das sagen Passanten in Köln

Vogtland bleibt bei Corona-Zahlen Negativ-Spitzenreiter

Der Vogtlandkreis bleibt in der Corona-Pandemie bundesweit negativer Spitzenreiter. Am Montag wurden pro 100 000 Einwohner 631,9 Neuinfektionen binnen sieben Tagen registriert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Damit ist der Sieben-Tage-Wert im Vogtland zwar niedriger als in den vergangenen Tagen, aber immer noch deutlich höher als in den anderen Regionen. Der Landkreis Meißen liegt auf dem zweiten Platz mit einem Sieben-Tage-Wert von 530. 

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister für längeren Lockdown

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg ist dafür, die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus bis Ende Januar zu verlängern. Er persönlich präferiere eher diese Variante, sagte der FDP-Politiker am Montag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle aber dem Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz nicht vorgreifen. 

Thüringen will Winterferien vorziehen

Thüringen will wegen der Coronakrise die Winterferien vorziehen. Das kündigte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Montag im Mitteldeutschen Rundfunk an. Die Ferienwoche soll nach seinen Angaben auf die letzte Januarwoche vorverlegt werden. Bis dahin gebe es Unterricht zu Hause. Eine Ausnahme solle es nur für Abschlussklassen geben, sofern sich die Schüler vorher einem Schnelltest unterziehen. Eigentlich sind in Thüringen in der zweiten Februarwoche Ferien.

Corona


Eine Woche nach Impfstart in Deutschland – Wo es ruckelt und warum

Tschentscher fordert mehr Corona-Impfstoff für Hamburger Gesundheitspersonal

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht seine Stadt bei der Impfstoffzuteilung für medizinisches Personal benachteiligt. Sein Bundesland übernehme die Gesundheitsversorgung für die gesamte umliegende Region, sagte Tschentscher der "Bild"-Zeitung vom Montag. Bei der Impfstoffzuteilung an die Länder werde aber nur die Einwohnerzahl berücksichtigt.

Brinkhaus unterstützt Forderung nach längerer Aussetzung von Präsenzunterricht 

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus unterstützt Forderungen, den Präsenzunterricht an den Schulen wegen der Corona-Pandemie länger auszusetzen. Der CDU-Politiker sagte am Montag im Rundfunk Berlin-Brandenburg, er sehe das genauso wie Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), auch wenn das sehr hart für Kinder und Eltern sei. Karliczek hatte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Montag gesagt, eine Wiederaufnahme des vollständigen Präsenzunterrichts in allen Jahrgängen sei "in diesen Tagen nicht vorstellbar".

Corona in Kitas


Kinderarzt warnt: "Es könnte unter Kindern sehr viel mehr Infektionen geben als bisher vermutet"

Kretschmer warnt vor „Jojo-Effekt“ bei Lockerungen von Corona-Maßnahmen 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vor einem "Jojo-Effekt" bei einer vorschnellen Lockerung der aktuellen Maßnahmen in der Coronakrise gewarnt. All jene Länder, die dies probiert hätten, "fallen dann wieder in den Lockdown zurück", sagte Kretschmer am Montag im ARD-"Morgenmagazin". "Dieser Jojo-Effekt ist aus meiner Sicht viel schlimmer, als wenn wir jetzt eine gewisse Zeitlang Nerven behalten, konsequent bleiben, und versuchen, die Zahlen weiter zu reduzieren."

Pakistan plant schrittweise Öffnung von Schulen und Universitäten

Nach verlängerten Winterferien durch die Corona-Pandemie plant Pakistan eine schrittweise Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten. Am 18. Januar sollen zunächst Klassen der Stufen 9 bis 12 zurückkehren, gefolgt von jüngeren Schülerinnen und Schülern am 25. Januar, wie Bildungsminister Shafqat Mahmood am Montag bekannt gab. Universitäten eröffnen demnach erst im Februar.

Erster Brite mit heimischem Astrazeneca-Vakzin gegen Corona geimpft

In England ist der erste Brite mit dem heimischem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden. Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe am Montagmorgen den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit. 

"Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde", sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete den Impfstart mit dem Mittel als "unverzichtbaren Schritt" im Kampf gegen die Pandemie.

Virologe Yong-Zhen Zhang


Dieser Mann entschlüsselte das Coronavirus – danach musste sein Institut schließen

Regierungskreise: Österreich wird Lockdown bis 24. Januar verlängern

In Österreich wird nach Angaben aus Regierungskreisen der bis zum 18. Januar geplante Lockdown verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich scheine, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA erfuhr. Die Maßnahme betrifft auch die Gastronomie, viele Dienstleistungen und den Tourismus.

Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten. 

Am Sonntag hatte die Opposition aus unterschiedlichen Gründen angekündigt, dem entsprechenden Gesetz die Zustimmung zu verweigern. Die Opposition könnte durch ihre Mehrheit in der Länderkammer die Novelle für zwei Monate auf Eis legen.

Klingbeil bekräftigt Kritik an Spahns Impfstrategie

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat seine Kritik an der Corona-Impfstrategie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigt. Deutschland stehe "viel schlechter da als andere Länder", beklagte Klingbeil im ARD-"Morgenmagazin". Es sei zu wenig Impfstoff bestellt worden und gebe "kaum vorbereitete Strategien mit den Bundesländern zusammen". Klingbeil forderte eine "nationale Kraftanstrengung" zur weiteren Impfstoffdosen-Sicherung.

Klingbeil betonte, die gemeinsame Beschaffung des Corona-Impfstoffs auf EU-Ebene sei richtig gewesen. "Aber Europa muss ja nicht automatisch langsamer bedeuten", kritisierte er.

Impfstart in Deutschland


Impfpflicht, Nebenwirkungen und Kosten – das sollten Sie über die Corona-Impfung wissen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin will Schulen noch nicht öffnen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will die Schulen in ihrem Bundesland zunächst weiter geschlossen lassen. "Angesichts des Infektionsgeschehens und der unsicheren Datenlage bin ich Schulöffnungen im Präsenzunterricht zum 11. Januar gegenüber sehr skeptisch", sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Jetzt kommt es darauf an, die Fortschritte des digitalen Lernens auszuschöpfen." Es sei richtig, dass auch Schulen einen Beitrag leisten müssen, wenn der Lockdown verlängert werde. Dies eröffne die Möglichkeit, "dass unsere Schulen bald wieder Präsenzunterricht anbieten".

Am Montag wollen die Länder in der Kultusministerkonferenz über die Situation der Schulen beraten. Am Dienstag beraten die Regierungschefs aus Bund und Ländern, wie es ab dem 11. Januar im Umgang mit der Corona-Pandemie weitergehen soll.

Japan erwägt neuen Ausnahmezustand für Tokio – Olympia weiter geplant

Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen erwägt Japan erneut die Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio – die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer soll aber fortgesetzt werden. Das erklärte der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga. Die Gouverneure von Tokio und umliegenden Präfekturen hatten seine Regierung zuvor aufgefordert, erneut den Ausnahmezustand für den Großraum Tokio auszurufen, nachdem die Hauptstadt des Landes zu Neujahr einen neuen Rekord von 1337 Neuinfektionen vermeldet hatte.

9847 Corona-Neuinfektionen und 302 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9847 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 302 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 139,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Montag Sachsen mit 323,0 und Thüringen mit 251,4. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 78,2.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.775 513 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 04.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 34.574. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.401.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 0,91 (Samstag: 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont aber, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

Japan erwägt neuen Ausnahmezustand für Tokio – Olympia weiter geplant 

Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen erwägt Japan erneut die Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio – die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer soll aber fortgesetzt werden. Das erklärte der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga am Montag. Die Gouverneure von Tokio und umliegenden Präfekturen hatten seine Regierung zuvor aufgefordert, erneut den Ausnahmezustand für den Großraum Tokio auszurufen, nachdem die Hauptstadt des Landes zu Neujahr einen neuen Rekord von 1337 Neuinfektionen vermeldet hatte.

Lauterbach für „konsequenten“ und nicht befristeten Lockdown

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat einen "konsequenten" und zeitlich nicht befristeten Lockdown gefordert. Er verwies dabei auch auf die Mutation des Coronavirus. "Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete." Die Rate der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen müsse auf 25 gesenkt werden. Am Sonntag lag sie in Deutschland bei 139,6.

"Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden", sagte Lauterbach. Er forderte zudem eine "pragmatisch-intelligente" Impfstrategie. "Wir sollten umdenken und uns damit abfinden, dass wir zunächst einmal nicht mehr Dosen von den Impfstoffen der Hersteller Biontech und Moderna haben." Die Ständige Impfkommission müsse jetzt prüfen, ob eine vorgezogene Erstimpfung auch in Deutschland praktiziert werden sollte, ähnlich wie in England. "Es gilt, in den nächsten zwölf Wochen so viele Menschen wie möglich mit der Erstimpfung zu versorgen. Die Zweitimpfung könnte dann danach erfolgen", meinte der SPD-Politiker.

Spahn ruft Mitarbeiter im Gesundheitswesen zur Corona-Impfung auf

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Mediziner und Pflegekräfte im Gesundheitswesen dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Es ist ein Gebot der Vernunft und der Solidarität, dass diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich ebenfalls impfen lassen, zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten", sagte Spahn der "Rheinischen Post". Er selbst werde sich sofort impfen lassen, wenn er an der Reihe sei. "Und ich möchte auch mit meiner Impfung davon überzeugen, dass es ein sicherer Impfstoff ist."

Impfstart in Deutschland


Impfpflicht, Nebenwirkungen und Kosten – das sollten Sie über die Corona-Impfung wissen

Polen hofft in der Pandemie auf Ärzte aus dem Osten 

In der Corona-Pandemie wirbt Polen massiv um Ärzte aus seinen östlichen Nachbarländern. Eine vom Parlament verabschiedete Gesetzesänderung soll die Zulassung von Medizinern aus Ländern außerhalb der EU vereinfachen. "Momentan haben wir schon mehr als 500 Anträge von Ärzten", sagt Kacper Gasienica-Byrcyn, Chef der Personalagentur Optimus Work. Etwa 80 Prozent kämen aus der Ukraine, weitere 20 Prozent aus Belarus (Weißrussland). Ähnliche Erfahrungen hat auch Krzysztof Inglot von der Firma Personnel Service gemacht. Mehr als 1500 Ärzte seien an Stellen in Polen interessiert. Hauptsächlich suchen wir Kardiologen, Lungenärzte, Virologen, Anästhesisten und Internisten."

Karliczek: Rückkehr zum Präsenzunterricht derzeit nicht vorstellbar

In der Debatte um die Wiederaufnahme des Schulunterrichts in Zeiten der Corona-Pandemie hat Bildungsministerin Anja Karliczek die Bevölkerung auf weitere schwierige Wochen eingestimmt. Eine vollständige Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei aufgrund der Infektionslage in diesen Tagen "nicht vorstellbar", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei auch noch unklar, welche Auswirkungen die Weihnachtstage und der Jahreswechsel auf die Zahlen hätten. Heute beraten die Kultusminister der Länder über die Lage, morgen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten.

Corona in Kitas


Kinderarzt warnt: "Es könnte unter Kindern sehr viel mehr Infektionen geben als bisher vermutet"

Südafrika will im Februar mit Corona-Impfungen beginnen 

Das schwer von der Covid-19-Krise betroffene Südafrika will im kommenden Monat mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. "Unser Ziel ist der Februar", sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Sonntag mit Blick auf die geplante erste Impfstoffdosen-Lieferung. Zunächst müssten jedoch die Verhandlungen mit den Impfstoff-Herstellern abgeschlossen werden. Gesundheitsexperten hatten die südafrikanische Regierung zuvor dafür kritisiert, noch nicht mit der Impfkampagne begonnen zu haben.

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