Corona-Pandemie: Albträume haben zugenommen

Die Corona-Pandemie ist offenbar nicht nur im übertragenen Sinne ein böser Traum: Eine Auswertung der Träume von mehr als 800 Menschen sechs Wochen nach Beginn des Lockdowns ergab, dass das neuartige Coronavirus in mehr als der Hälfte der Albträume eine Rolle spielte.

Das Forscherteam aus Finnland hat den Inhalt der Träume in einen Computer-Algorithmus eingespeist, der nach häufig auftretenden Wortassoziationen suchte und daraus 33 "Traumcluster" gebildet hat. Zwanzig davon wurden als negative Träume eingestuft. Von diesen hatten mehr als die Hälfte pandemiespezifische Inhalte, z. B. negative Erlebnisse durch soziale Distanzierung, Ansteckung, persönliche Schutzausrüstung und andere negative Ereignisse in der Zukunft. Dies schreiben Wissenschaftler in "Frontiers in Psychology".

Die Studie bot auch einige Einblicke in die Schlafqualität und das Stressniveau der Menschen. Zum Beispiel gab mehr als die Hälfte der Befragten an, mehr als vor dem Lockdown geschlafen zu haben, obwohl es zehn Prozent schwerer fiel, einzuschlafen. Mehr als ein Viertel gaben an, häufiger Albträume zu haben.

„Die Ergebnisse lassen uns spekulieren, dass Träume unter extremen Umständen ähnliche visuelle Bilder und Erinnerungen hervorrufen“, sagt Studienleiterin Dr. Anu-Katriina Pesonen, Leiterin der Sleep & Mind Research Group an der Universität von Helsinki. Auf diese Weise könnten Träume auf eine Art „gemeinsame Gedankenlandschaft“ zwischen Personen hinweisen.

ZOU

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