“Wenig bis keinen Effekt“: WHO zweifelt an Wunderwirkung von Remdesivir bei Covid-19

Die Wirkung von Remdesivir auf die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten ist „enttäuschend wenig erfolgversprechend“, wie die WHO nach der Veröffentlichung einer aktuellen Studie im Pre-Print mitteilt. Bislang galt Remdesivir als eines von wenigen wirksamen Medikamenten bei Covid-19.

Remdesivir galt bisher als wirksames Medikament zur Behandlung der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19. Auch US-Präsident Trump ließ sich bei seiner Erkrankung damit behandeln. Dass er wieder gesund wurde, scheint neuesten Erkenntnissen zufolge allerdings nur wenig mit der Einnahme des Medikaments zu tun gehabt zu haben.

WHO untersucht drei Covid-19-Therapien: Keine bringt Patienten Vorteile

Zwischenergebnisse einer von der WHO veranlassten Studie legen nahe, dass sowohl Remdesivir als auch drei weitere bei Covid-19-Patienten angewandte Therapieformen wenig oder gar keinen Effekt auf die Genesung von Erkrankten haben, teilte die WHO mit. Sie schließt im Gegenteil: Der Nutzen der überprüften Medikamente sei gar „enttäuschend wenig erfolgversprechend“.

Geprüft wurde unter anderem, welchen Einfluss sie auf die Sterblichkeit, den Zeitpunkt für den Einsatz von Beatmungsgeräten und die Länge des Krankenhausaufenthalts hatten.

30 Länder, 500 Kliniken, Tausende Patienten – keine Wirkung

Im Rahmen der von der WHO koordinierten Solidaritätsstudie mit Tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern waren Remdesivir, Chloroquin/Hydroxychloroquin, Lopinavir/Ritonavir und Interferon-Regime geprüft worden. Die Medikamente waren ursprünglich für andere Krankheiten entwickelt worden.

Die Ergebnisse seien noch nicht veröffentlicht, betonte die WHO, sondern müssten noch von Experten geprüft werden. Ein Manuskript wurde aber auf dem Server medRxiv der amerikanischen Yale-Universität hochgeladen.

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