Warum uns Aufregung auf den Magen schlägt

Wir alle kennen es: Vor einer wichtigen Prüfung oder dem Vorstellungsgespräch rebelliert der Magen, uns wird übel oder wir müssen schnell zur Toilette. Auch schon die Redensart "Das schlägt mir auf den Magen" deutet darauf hin, dass Aufregung und Stress sich auch in unserem Verdauungstrakt bemerkbar machen. Aber warum ist das so und woher weiß unser Bauch eigentlich, dass wir nervös sind?

Wir können es uns so vorstellen, dass unser Verdauungstrakt relativ eigenständig schaltet und waltet. Er besitzt ein eigenes Bauchhirn, das enterische Nervensystem (ENS). An das ENS werden Informationen wie der Füllstand des Magens, aber auch Informationen zum jeweiligen Inhalt geliefert. Das Bauchhirn erkennt zum Beispiel auch, wenn wir eine verdorbene Speise gegessen haben und sorgt prompt dafür, dass sie wieder ausgeschieden wird. Entweder über Erbrechen oder Durchfall. Bei schlechtem Essen handelt es sich um einen internen Stressor direkt in unserem Verdauungstrakt.

Die Diagnose

Jede Woche plagt ihn Durchfall. Der Arzt findet eine seltsame, ringförmige Verkalkung neben dem Magen

Magen und Hirn kommunizieren

Doch unser Bauchhirn kann auch mit unserem Gehirn kommunizieren. Wenn unser Hirn also Anspannung und somit Stress vermeldet, weil wir beispielsweise Angst vor einem Vorstellungsgespräch haben, reagiert unser Magen auch auf diesen Stressor. Der Alarm wird über den Sympathikus ausgelöst, der zum vegetativen Nervensystem gehört. "Der Sympathikus sorgt dafür, dass Magen und Darm ihre Aktivität deutlich reduzieren", sagte Alexandra Kranzeder, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gegenüber "Spektrum". Durch diesen Vorgang kann uns übel werden. Eine Mahlzeit kann dadurch auch schwer im Magen liegen, weil sie im Verdauungstrakt nicht weiter in Richtung Darm geschoben wird.

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Tipps, damit weniger Stress im Alltag entsteht

Wer bei Stress im Alltag mit einem unruhigen Magen reagiert, kann seinen Lebensstil anpassen, um solche Magenprobleme zu vermeiden. Folgende Punkte können helfen:

  • ausreichend Schlaf
  • nicht rauchen
  • mäßiger Alkoholkonsum
  • Regelmäßige Mahlzeiten, die in Ruhe gegessen werden.
  • Sich rechtzeitig aufmachen, um zur Arbeit zu gehen.
  • Darauf achten, die Arbeitsbelastung so aufzuteilen, dass sie keinen negativen Stress verursacht.

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