Prozess-Auftakt in Brüssel: Astrazeneca wehrt sich gegen Vorwürfe der EU

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland könnte aus Sicht von Jens Spahn wohl ab Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr nötig sein. Markus Söder sprach sich vor dem Impfgipfel dafür aus, noch im Mai alle Impfstoffe für alle freizugeben. Alle Meldungen rund um das Impfen in Deutschland lesen Sie im Ticker von FOCUS Online.

Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 29. April 2021

  • Auf dem schnellsten Weg zum Pieks Hausarzt, Impfzentrum, Drive-In, Newsletter: So kommen Sie jetzt an Ihren Impf-Termin
  • Biontech, Moderna, Astrazeneca (Vaxzevria), Curevac – Die wichtigsten Coronavirus-Impfstoffe im Check

Bericht: 38 Prozent der Berliner nehmen Impfangebot nicht wahr

8.04 Uhr:  38 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Berlins, denen ein Impfangebot gemacht wurde, haben dieses bis dato nicht wahrgenommen. Das berichtet der RBB und beruft sich auf ein internes Papier aus der Gesundheitsverwaltung. Nicht inkludiert sind dabei Einladungen über die Arztpraxen.

Von den gut 1,9 Millionen Menschen, die zur Impfung eingeladen wurden, sind das rund 725.000. Während in der Gruppe der Über-80-Jährigen bereits 76 Prozent geimpft sind, sind es bei den 70- bis 79-Jährigen nur 29 Prozent. Viele Einladungen wurden aber erst Anfang des Monats versendet und könnten bereits in Termine gemündet sein.

Biontech-Chef stellt Kinder-Impfstoff bis Juni, für Jugendliche bis September in Aussicht

7.41 Uhr: Biontech will schon im Juni Impfungen gegen das Coronavius für Kinder ermöglichen. Für Jugendliche soll das dann, wenn alles nach Plan verläuft, im September möglich werden. Für Schon im Januar priorisierten die beiden Chefs Ugur Sahin und Özlem Türeci die Entwicklung eines Vakzins für Kinder hoch – nun wird es konkreter.

Bereits am kommenden Mittwoch soll eine Zulassung bei der EMA für Vakzine für Kinder ab zwölf Jahren beantragt werden. "Wir haben die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung" wird Sahin vom "Spiegel" zitiert.

Verläuft die Prüfung erfolgreich und wird nach einigen Wochen positiv beschieden, könnten die ersten Impfunegn bereits Anfang Juni erfolgen. Im Juli sollen dann weitere Ergebnisse für Fünf- bis Zwölfjährige vorliegen, im September für die jüngeren Kinder. "Wenn alles gut geht, können wir, sobald die Daten ausgewertet sind, in verschiedenen Ländern den Antrag auf Zulassung des Impfstoffs für alle Kinder der jeweiligen Altersgruppe einreichen", so Sahin.

Studie: Corona-Impfung senkt Krankenhaus-Aufenthalt für Ältere deutlich

Donnerstag, 29. April 2021, 06.08 Uhr: Die Corona-Impfungen mit den Wirkstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer senken neuen Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge das Risiko von Krankenhaus-Einweisungen für Ältere sehr deutlich. Zwei Wochen nach der zweiten Dosis läge das Risiko einer Krankenhaus-Einweisung wegen Covid-19 für Menschen ab 65 Jahren um 94 Prozent niedriger als für gleichaltrige, aber nicht geimpfte Menschen, teilte die CDC am Mittwoch mit. Ab zwei Wochen nach der ersten Dosis liege das Risiko schon um 64 Prozent niedriger. Die Daten stammen aus 24 Krankenhäusern in 14 US-Bundesstaaten. Einbezogen wurden 417 Menschen, darunter 187 Covid-19-Patienten und 230 Menschen zur Kontrolle. Wie erwartet habe die erste Impfung innerhalb der ersten zwei Wochen noch keinen Schutz gebracht.

Biontech-Chef Sahin rechnet mit Herdenimmunität in Europa "bis Juli, spätestens August"

22.51 Uhr: Biontech-Chef Ugur Sahin macht mit einer neuen Prognose zur Herdenimmunität Hoffnung auf ein baldiges Ende der strikten Corona-Maßnahmen. "Europa wird die Herdenimmunität bis Juli, spätestens August erreicht haben", sagte der 55-Jährige am Mittwoch vor Journalisten in Berlin.

Er geht davon aus, dass 50 bis 60 Prozent der Menschen in der EU bis Ende Juni geimpft sein werden. Eine mögliche Lockerung der Corona-Maßnahmen für Geimpfte würde demnach eine breite Bevölkerungsschicht betreffen. Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dp

Sahin geht zudem davon aus, dass der Biontech-Impfstoff auch vor Corona-Mutationen schütze. Allerdings würden Studien belegen, dass die Immunantwort im Laufe der Zeit schwächer werde. Entsprechend werde wahrscheinlich eine dritte Impfdosis notwendig sein, "um den Impfschutz wieder auf fast 100 Prozent zu bringen".

Obduktion: 32-Jährige stirbt nach Impfung mit Astrazeneca

19.37 Uhr: Nach Angaben des Kreises Herford ist eine 32-jährige Frau im Zusammenhang mit einer Impfung mit Astrazeneca gestorben. Der Mitteilung von Mittwoch zufolge führte nach einem Befund des auf solche Immunreaktionen spezialisierten Instituts für Immunologie und Transfusionsmedizin der Universität Greifswald eine Immunreaktion auf den Impfstoff zum Tod der Frau. Ursache war demnach eine Gerinnungsstörung mit Einblutung ins Gehirn. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld war die Frau von der Rechtsmedizin in Münster obduziert worden. Sie war mehrere Tage nach ihrer Impfung am 9. März gestorben.

Der Kreis hat das Landeszentrum für Gesundheit und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eingeschaltet. Das PEI mit Sitz in Frankfurt ist für Zulassung und Bewertung von Arzneimitteln zuständig.  

"Wir sind über den Tod der jungen Frau, die mitten aus dem Leben gerissen wurde, tief traurig. Mit der Impfung wollte sie sich selber und vor allem andere Menschen schützen. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen", sagte Landrat Jürgen Müller (SPD) laut Mitteilung.

Seit dem 1. April empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung mit dem Produkt von Astrazeneca nur noch bei Menschen ab 60 Jahren. Der Grund waren seltene Fälle bestimmter Hirnvenenthrombosen. Diese schweren, teilweise tödlich verlaufenden Nebenwirkungen wurden laut Robert Koch-Institut überwiegend bei Frauen im Alter bis zu 55 Jahren beobachtet.

Organisationspanne: Arztpraxen in Brandenburg müssen 15.000 Corona-Impftermine absagen

19.09 Uhr: Wegen einer Organisationspanne haben Brandenburger Arztpraxen 15.000 Corona-Impftermine wieder absagen müssen, die sie kurz vorher mit Patienten vereinbart hatten. Das teilte der Hausärzteverband am Mittwoch mit. Die Praxen seien zuvor gebeten worden, kurzfristig Termine für 15.000 zusätzliche Dosen der Impfstoffe Biontech/Pfizer und Moderna zu organisieren – die Lieferungen seien aber am Dienstag wieder abgesagt worden.

Nach Angaben des Innenministeriums, das für den Impflogistikstab zuständig ist, soll der Fehler bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg gelegen haben. "Die Kassenärztliche Vereinigung hat einzelnen Hausarztpraxen kurzfristig Impfstoffkontingente zur Bestellung angeboten, die gar nicht zur Verfügung standen", sagte Ministeriumssprecher Martin Burmeister auf Anfrage.

Dagegen erklärte die Kassenärztliche Vereinigung, sie sei am vergangenen Donnerstag vom Impflogistikstab beauftragt worden, 20.000 zusätzliche Termine in den Impfzentren zu organisieren. Kurzfristig seien dort aber nur 5000 weitere Termine möglich gewesen. Daher habe sie für die weiteren 15.000 Dosen die 150 Pilotpraxen gebeten, Termine auszumachen und den Impflogistikstab darüber informiert. "Dem Plan hat niemand widersprochen", hieß es weiter.

Dagegen habe der Stab danach entschieden, 5000 Impfdosen in die Landkreise zu geben und 10.000 Impfdosen für spätere Termine in den Impfzentren zu reservieren.

Bayerns Ministerpräsident Söder hat erste Corona-Impfung erhalten

16.22 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Staatsregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder hatte in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, er werde sich impfen lassen, sobald dies nach der Impfverordnung möglich sei. Matthias Balk/dpa

Die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung gehören laut der Impfpriorisierung des Bundes als Verfassungsorgan zur Prioritätengruppe 3. Da diese Gruppe in Nürnberg bereits zu Impfungen geladen wird, konnte sich auch Söder eine Spritze mit dem zum damaligen Zeitpunkt in der Praxis vorrätigen Präparat des Herstellers Biontech verabreichen lassen.

Laschet kündigt Impfaktionen für soziale Brennpunkte an

16.14 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat angesichts hoher Corona-Infektionen in einigen Kölner Stadtteilen Schwerpunktaktionen für sozialen Brennpunkte angekündigt. "Mich hat besonders das Beispiel aus Köln beeindruckt. Köln-Chorweiler Inzidenz 500, Köln-Hahnwald Inzidenz 0", sagte Laschet am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf. "Da wo Menschen in beengteren Wohnverhältnissen leben, ist die Gefahr sich anzustecken größer als bei jemanden, der in einem großzügig angelegten Einfamilienhaus wohnt."

Daraus entstehe eine soziale Frage. "Und deshalb müssen wir jetzt hier auch einen besonderen Schwerpunkt setzen, dass geimpft werden muss dort, wo Menschen enger zusammenleben als anderswo", betonte Laschet. Das sei nicht so einfach umzusetzen, hierzu werde zum Beispiel die Kompetenz der Impfzentren benötigt. Laschet sprach von Informationskampagnen, mobilen Teams sowie Erst- und Zweitimpfungen, die zu mehr Gerechtigkeit in den nächsten Monaten beitragen sollen. Michael Kappeler/dpa Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Es gelte dabei auch den Menschen, die vielleicht aus einer anderen kulturellen Erfahrung Skepsis beim Impfen hätten, die Chancen einer Impfung zu erklären. "Wenn die ganze Gesellschaft zusammenhalten soll in dieser Frage, darf es nicht von der Postleitzahl abhängen, wo die Inzidenzen hoch sind", unterstrich Laschet mit Blick auf die sehr unterschiedlichen Corona-Infektionsraten in den Kölner Stadtteilen.

Der Krisenstab der Stadt Köln will sich am Freitag mit dem Thema befassen. Falls der Plan umgesetzt werden darf, muss noch geklärt werden, ob die Impfungen durch mobile Teams oder in Arztpraxen erfolgen. Nach Darstellung von Sozialarbeitern ist vor allem auch eine verstärkte Aufklärung wichtig. Viele Bewohner seien teils aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nur unzureichend über die Impf-Notwendigkeit und zur Verfügung stehenden Angebote informiert.

Todesfälle nach AstrazenecaImpfung: Pariser Justiz ermittelt

14.49 Uhr: Todesfälle nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin haben die französische Justiz auf den Plan gerufen. Die Pariser Staatsanwaltschaft eröffnete nach Anzeigen von Hinterbliebenen vorläufige Ermittlungen wegen "fahrlässiger Tötung" in drei Fällen, wie die Ermittler am Mittwoch ankündigten. Unter den Toten sind demnach zwei Frauen im Alter von 26 und 38 Jahren, die kurz nach der Impfung Thrombosen erlitten.

In Nantes in Westfrankreich starb eine 26-jährige Medizinstudentin, deren Leiche nun untersucht werden soll. In Toulouse im Südwesten des Landes starb eine 38-jährige Sozialarbeiterin an Blutgerinnseln im Hirn. Auch einen dritten Fall im Pariser Raum geht die Staatsanwaltschaft nach.

Der Opferanwalt Etienne Boittin sprach von insgesamt rund 15 ungeklärten Todesfällen in Frankreich. Dabei handele es sich größtenteils um Menschen "unter 60 Jahren". In Frankreich darf das Vakzin von Astrazeneca nach Berichten über seltene, aber schwerwiegende Fälle von Blutgerinnseln nur noch Menschen ab 55 Jahren verabreicht werden. In Deutschland liegt die Altersgrenze bei 60 Jahren.

Astrazeneca steht auch wegen Lieferverzögerungen in der Kritik. Die EU-Kommission hat den britisch-schwedischen Hersteller deshalb verklagt.

Biontech-Chef: Eigener Corona-Impfstoff sollte auch gegen indische Mutante wirken

14.47 Uhr: Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte nach erster Einschätzung der Unternehmen auch gegen die in Indien grassierende Corona-Mutation wirken. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte am Mittwoch vor Journalisten in Berlin, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber "zuversichtlich", dass der von seinem Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke.

Die indische Mutation zeichne sich durch Veränderungen aus, die bereits aus anderen Corona-Variationen bekannt seien, erläuterte Sahin. Gegen diese wirke der Impfstoff. Insgesamt hätten Biontech und Pfizer inzwischen schon mehr als 30 Corona-Varianten getestet, sagte der Firmengründer. Bei fast allen funktioniere er genau so gut wie bei der Ursprungsform. Auch in den Fällen, in denen die Immunantwort schwächer ausfalle, sei sie ausreichend.

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer entwickelten einen von bislang vier in der EU zugelassenen Impfstoffen gegen Corona. Er basiert auf der mRNA-Technologie, gilt als sehr wirksam und sicher und wird in vielen Ländern eingesetzt. In der deutschen Impfkampagne spielt er eine zentrale Rolle.

Söder will Impfungen in Supermärkten, Schulen und Apotheken

13.34 Uhr: Ministerpräsident will nach dem Fall der Impfpriorisierung in Bayern neue Anlaufstellen für Impfungen schaffen. Dabei hat er vor allem Apotheken, Supermärkte und Schulen im Blick.

"Generell gilt: wir brauchen Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können", sagte Söder der "Welt". "Auch in Apotheken sollte geimpft werden. Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen – ohne lange Wartezeiten."

Zudem forderte er die Menschen auf, sich frühzeitig auf den Zeitpunkt vorzubereiten, ab dem die Impfpriorisierung aufgehoben ist. "Wir müssen jetzt schon alle denkbaren Strukturen aufbauen für die Zeit, wenn wir noch mehr Impfstoff bekommen", so Bayerns Ministerpräsident weiter.

In anderen Ländern, etwa den USA, Großbritannien und Israel, wurde schon in der Vergangenheit an ungewöhnlichen Orten geimpft, etwa in Supermärkten, der gastronomie oder beim Möbelhandel. All diese Länder habe bereits eine hohe Durchimpfung erreicht.

Panne in Schwaben: Impfmittel zu stark verdünnt

13.27 Uhr: In einem schwäbischen Impfzentrum sind Corona-Impfstoffe versehentlich zu stark verdünnt worden, so dass nun 42 Bürger erneut geimpft werden müssen. Wie ein Sprecher des Landratsamtes in Dillingen an der Donau am Mittwoch erklärte, ist bei routinemäßigen Nachkontrollen aufgefallen, dass in einigen Fällen zu wenig Wirkstoff in den Spritzen war. Der Betreiber des Impfzentrums in Wertingen habe nun weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, um einen ähnlichen Vorfall künftig auszuschließen. Zunächst hatte die "Augsburger Allgemeine" über den Fall berichtet.

Nach der Panne Anfang April konnte der Kreis der möglicherweise Betroffenen auf 42 Menschen eingegrenzt werden. Diese seinen nun zu einer erneuten Impfung am Mittwoch eingeladen worden. Anfang Juni sollen die Patienten dann eine dritte Impfung erhalten. Zuvor können sie aber noch einen Antikörpertest machen lassen, um festzustellen, ob das Immunsystem bereits ausreichend auf die beiden ersten Spritzen reagiert hat.

Vor den Corona-Impfungen müssen die vom Hersteller gelieferten Arzneimittel mit einer vorgegebenen Menge an Kochsalzlösung verdünnt werden. Danach werden die Impfspritzen mit dieser Mischung aufgezogen. Bei dieser Vorbereitung der Impfungen war es in Wertingen zu dem Fehler gekommen.

Astrazeneca kontra EU: Impfstoffhersteller wehrt sich gegen Verpflichtung

12.00 Uhr: Astrazeneca hat zu Beginn des Gerichtsverfahrens in Brüssel, zu dem es nach der Klage der EU gegen den Hersteller kam, bestritten, eine Verpflichtung zu haben, aus allen Produktionsstätten Impfstoffe nach Europa liefern zu müssen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Vorher hatte der Anwalt der EU erklärt, dass sein Mandant Lieferungen aus allen im Vertrag mit Astrazeneca aufgelisteten Werken, auch jenen in Großbritannien, verlange. Nach einer Stunde endete die erste Runde.

Der Prozess soll am 26. Mai fortgesetzt werden. Das Gericht peilt eine Entscheidung im Juni an.

Neuer Name für Impfausweis? EU-Parlament legt sich diese Woche fest

Mittwoch, 28. April, 8.27 Uhr: Das geplante europäische Impfzertifikat könnte noch vor seiner Einführung einen neuen Namen bekommen. Die Abgeordneten des Europaparlaments debattieren am Mittwoch, ob das von der EU-Kommission "digitales grünes Zertifikat" getaufte Projekt in "EU Covid-19 Zertifikat" umbenannt werden soll. Auch weitere Detailfragen stehen im Plenum im Brüssel zur Diskussion – etwa, wie lange der Nachweis gültig sein soll.

Das Parlament will diese Woche seine Position festlegen, um die Details der Rechtsgrundlage mit den EU-Staaten auszuhandeln. Die Abstimmungsergebnisse des Parlaments werden für Donnerstag erwartet.

Das Zertifikat soll mehr Einheitlichkeit in die bisher recht unterschiedlichen Einreiseregelungen innerhalb der EU bringen. Ab Juni soll es zur Verfügung stehen und in allen EU-Staaten anerkannt werden. Neben einer Impfung soll es auch Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Corona-Infektionen festhalten. Für Geimpfte, Genesene und Getestete könnte es Reisen in der EU damit erleichtern.

Schleswig-Holstein gibt Impfungen für gesamte Priorisierungsgruppe 3 frei

21.29 Uhr: Schleswig-Holstein gibt die Corona-Impfungen in Arztpraxen und Impfzentren für die gesamte Gruppe mit der dritthöchsten Priorität ab dem 10. Mai frei. Dies teilte die Landesregierung am Dienstag mit. Zu dieser Gruppe gehören außer den 60- bis 70-Jährigen weitere medizinisch vorbelastete Menschen, alle Lehrer, Feuerwehrleute und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel. Gebucht werden können Termine für die Impfzentren ab dem 6. Mai.

Ein erster Schritt für diese Gruppe war die Freigabe der Impfungen für 60- bis 69-Jährige mit Astrazeneca über die Hausarztpraxen ab Montag. "Wir setzen unseren konsequenten Schleswig-Holstein-Weg auch bei den noch ausstehenden Etappen hin zu mehr Normalität um", erklärte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Teil dieses Weges sei auch, Freiheiten zurückzugeben, wo dies möglich ist.

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