Jugendliche durch Covid belastet: Darum sollten Sie sich für Ihr Kind impfen lassen

An einer chinesischen Schule wurde untersucht, welche Risikofaktoren bei Jugendlichen im Stress der Coronavirus-Pandemie vorlagen. Besonders belastet waren Schüler, die konkret einem Infektionsrisiko in der Familie ausgesetzt waren, keine Geschwister hatten und wenig Sport trieben.

In der Jugend entwickeln sich das Gehirn und die Psyche dramatisch. Entsprechend ist diese Phase auch besonders empfindlich für äußere Einflüsse. Die Coronavirus-Pandemie hat Jugendliche weltweit enorm eingeschränkt und belastet. Ziel der vorliegenden Studie war es, den psychologischen Status Jugendlicher während der Pandemie zu ermitteln und zu untersuchen, welche Risikofaktoren oder Schutzfaktoren gegenüber psychologischem Stress in der Jugend erkennbar sind.

Mehr Inhalte von unserem Partner Lady Health


  • Schützt die Impfung gegen die Delta-Variante? Wiener Gesundheitsverbund klärt Impf-Mythen auf


  • Ärztin im Interview: Jede Familie sollte eine Zahnrettungsbox zuhause haben


  • Kinder entwickeln langfristige Immunität gegen Covid-19


  • E-Zigarette statt Nikotin? Experten warnen vor vermeintlich gesunder Alternative

  •  

    Was sind Risikofaktoren oder Schutzfaktoren gegenüber psychologischem Stress in der Jugend?

    Die Studie wurde als Online-Befragung am 2. April 2020 in China durchgeführt. Die Teilnehmer waren 254 Heranwachsende zwischen 13 – 16 Jahren, die alle Schüler an einem Gymnasium waren, an dem routinemäßig der psychologische Status untersucht wurde. Die Ergebnisse wurden mit Daten aus der Zeit vor der Pandemie verglichen.

    Die Zahl der Jugendlichen mit psychischen Problemen stieg in der Pandemie signifikant von vorher 12,3 Prozent auf 24,2 Prozent. Es gab einen signifikanten Zuwachs an Ängsten in Bezug auf schulisches Lernen (33,7 vs. 56,4 Prozent), ausgeprägtere Empfindsamkeit (19,8  vs. 46 Prozent), somatische Ängste (13,9 vs. 40,7 Prozent) und Tendenzen zu Phobien (4,4 vs. 10,1 Prozent).

    Während der Pandemie zeigten sich zudem signifikante Unterschiede zwischen Jugendlichen mit normaler oder eher schlechterer psychischer Gesundheit auf. So unterschieden sich die Heranwachsenden darin, in welcher Familienstruktur sie lebten, ob sie Geschwister hatten und wie ihr Verhältnis zueinander war, in ihrer eigenen Persönlichkeit, wieviel Sport sie täglich trieben und ob konkrete Infektionsrisiken durch Familienmitglieder bestanden.

    Signifikante Risikofaktoren für psychische Probleme in der Pandemie waren bei den Schülern dieser chinesischen Schule:

    • Mehr-Generationen-Haushalt
    • Keine Geschwister
    • Infektionsrisiko durch Familienmitglieder

    Besonders letzteres war der bedeutendste Risikofaktor für psychische Symptome wie Lernängste, der Neigung dazu, sich selbst Vorwürfe zu machen, Empfindlichkeit und somatische Ängste. Sport für mindestens eine Stunde täglich war dagegen ein signifikanter Schutzfaktor gegenüber den psychischen Problemen.

    Infektionsschutz zuhause und Sport als Schutz für die Psyche

    In der Coronavirus-Pandemie entwickelten sich vermehrt psychosoziale Probleme bei Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren, besonders, wenn Infektionsrisiken in der Familie bestanden. Sport zu treiben konnte allerdings helfen und die Psyche stützen. Die Forscher schließen, dass Risikofaktoren wie konkrete Infektionsrisiken und protektive Faktoren stärker adressiert werden sollten, um Jugendlichen zu helfen, diese Zeiten besser durch zu stehen. Geimpfte Familienmitglieder und regelmäßige Sportprogramme könnten wichtige Faktoren sein, Jugendliche psychisch zu schützen.

    Das könnte Sie zum Thema Gesundheit interessieren:

    • Immer mehr Menschen sind geimpft, daher will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die FFP2-Maskenpflicht abschaffen. Anfang des Jahres war er genau damit vorgeprescht. Bedenken gegen die Arbeitsmasken gibt es jedoch schon lange: Denn wer die Maske nicht richtig trägt, hat vom versprochenen Extraschutz kaum etwas. Teurer Eigentumserwerb – Häuser und Wohnungen maßlos überteuert? 3 Gründe sprechen gegen eine Immobilienblase
    • Mehr als 200.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt – rund 50.000 versterben daran. Wie hoch Ihr persönliches Risiko für einen Infarkt ist, können Sie mit zwölf Fragen zu Ihrer Gesundheit und Ihrem Umfeld einschätzen. Je mehr Fragen Sie mit "Ja" beantworten, desto höher das Risiko. FOCUS-Online-Gesundheitscheck – Ist Ihr Herz gesund? Mit 12-Punkte-Check finden Sie es heraus
    • Vermehrte Impf-Durchbrüche beim Vakzin von Johnson & Johnson nähren Zweifel an dessen Wirksamkeit gegen die gefürchtete Delta-Variante. Diskutiert wird, ob die Einmal-Dosis ausreichend ist oder nicht. FOCUS Online klärt die wichtigsten Fragen für die rund 2,6 Millionen mit dem Impfstoff Geimpften in Deutschland. Reicht Einmalimpfung gegen Delta nicht? – Impf-Durchbrüche bei Johnson & Johnson: Drei Dinge, die Geimpfte jetzt wissen müssen

    Schon Rührei-Muffins probiert? Alternative zum Frühstücksei gelingt mit 3 Zutaten

    Esslust Sieht gut aus und schmeckt: Schon Rührei-Muffins probiert? Alternative zum Frühstücksei gelingt mit 3 Zutaten

    Das Original zu diesem Beitrag „Jugendliche durch Covid belastet: Darum sollten Sie sich für Ihr Kind impfen lassen“ stammt von Lady.Health.

    Quelle: Den ganzen Artikel lesen