Erkältungssymptome? Neben Corona können vier Erreger dahinter stecken

Nicht immer deuten Erkältungssymptome auf eine Corona-Ansteckung hin. Wie das RKI in seinem neuen Wochenbericht schreibt, verbreiten sich gerade noch vier weitere Atemwegsinfektionen. Wir erklären, wie sich diese unterscheiden.

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen – in den kalten Herbst- und Wintermonaten klagen viele Menschen über Erkältungssymptome. Doch nicht immer steckt eine Corona-Infektion dahinter. Aktuell verbreiten sich noch vier weitere Erreger, erklärt das Robert-Koch-Institut jetzt in seinem neuen Wochenbericht. Vorherrschend sind demnach neben Sars-Cov-2 noch

  • Rhinoviren
  • Influenzaviren
  • Parainfluenzaviren und
  • Respiratorische Synzytialviren.

Wir erklären, worin sich die Erreger unterscheiden.

Rhinoviren

Rhinoviren sind die häufigste Ursache von Erkältungen.

Symptome: Als klassische Krankheitszeichen einer Erkältung nennt die BZgA vor allem

  • Schnupfen
  • Husten und
  • Halsschmerzen.

Seltener komme es auch zu

  • erhöhter Temperatur oder
  • Fieber.

Inkubationszeit: Laut Universitätsklinikum Freiburg kann sich die Inkubationszeit stark unterscheiden, sie liegt zwischen zwei und 14 Tagen .

Dauer und Ansteckung: Ansteckend sind Erkältete in der Regel für etwa eine Woche .

Influenzaviren

Influenzaviren lösen eine Grippe aus.

Symptome: Während die Symptome einer Erkältung denen einer Corona-Infektion ähneln, gibt es größere Unterschiede zu denen einer Grippe-Infektion. Die Grippe (Influenza) äußert sich laut BZgA

  • oft durch einen plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber sowie
  • Kopf- und/oder Gliederschmerzen und
  • durch ein deutliches Krankheitsgefühl.

Folgende Symptome könnten ebenfalls hinzukommen:

  • trockener Reizhusten
  • allgemeine Schwäche
  • Schweißausbrüche und
  • Schnupfen.

Seltener seien hingegen Krankheitsanzeichen wie

  • Übelkeit
  • Erbrechen und
  • Durchfall.

Inkubationszeit: Die Inkubationszeit ist laut RKI kurz und beträgt durchschnittlich nur ein bis zwei Tage .

Dauer und Ansteckung:  Die Krankheitsdauer liegt in der Regel bei fünf bis sieben Tagen, erklärt das RKI weiter. Bei Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf tritt allerdings eine Verschlechterung oft etwa drei bis zehn Tage nach Symptombeginn auf. Betroffen sind vor allem ältere Personen. Ansteckend sind Grippe-Patienten laut BzgA bis zu einer Woche nach Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen.

Parainfluenzaviren

Parainfluenzaviren treten laut Medizinlexikon „Doccheck“ bei Kleinkindern auf. Demnach erkranken rund 90 Prozent aller Kinder bis zum zehnten Lebensjahr daran. Zudem gibt es vier Varianten der Krankheit, die sich in ihrer Schwere unterscheiden.

Symptome: Die Symptome von Parainfluenzaviren gleichen denen der Grippe. „Die häufigste Krankheit im Kindesalter ist eine Krankheit der oberen Atemwege ohne oder mit nur leichtem Fieber“, schreibt das Portal „MSD Manual“. Es unterscheidet die verschiedenen Typen wie folgt:

  • Typ 1 ist eine häufige Ursache von Krupp-Husten, der in schweren Fällen zu Atemnot und sogar -versagen führen kann.
  • Typ 2 kann ähnliche Erkrankungen verursachen, verläuft aber in der Regen weniger schwerwiegend.
  • Typ 3 kann bei immungeschwächten Kindern und Erwachsenen Lungenentzündungen und Bronchitis verursachen.
  • Typ 4 verursacht ebenfalls Atemwegserkrankungen, die einer medizinischen Behandlung bedürfen.

Inkubationszeit: Die Inkubationszeit liegt bei zwei bis sieben Tagen schreibt das IFM-Institut für Mikroökologie.

Dauer und Ansteckung: Die Erkrankungsdauer variiert stark zwischen drei und 17 Tagen.

Respiratorische Synzytialviren

Respiratorische Synzytialviren (RSV) zählen zu den bedeutendsten Erreger von Atemwegsinfektionen bei Säuglingen, insbesondere bei Frühgeborenen und Kleinkindern, schreibt das RKI.

Symptome: In der Symptomatik ähneln RSV-Infektionen der Influenza. Bei Säuglingen kann sie sich jedoch in den ersten Lebensmonaten als

  • Bronchiolitis (häufigste Atemwegsinfektion bei Säuglingen)
  • Pneumonie oder
  • Tracheobronchitis (gleichzeitige Entzündung der Schleimhäute in der Luftröhre und den luftleitenden Anteilen der Lunge)

äußern.

Rund fünf Prozent entwickeln zudem keuchhustenähnliche Symptome. Auch Fieber kommt häufig vor.

Inkubationszeit: Die Inkubationszeit beträgt zwei bis acht Tage (durchschnittlich fünf Tage).

Dauer und Ansteckung: „RSV-infizierte Personen können schon einen Tag nach der Ansteckung und noch vor Symptombeginn infektiös sein“, schreibt das RKI. Die Dauer der Ansteckungsfähigkeit betrage in der Regel drei bis acht Tage und klinge bei immunkompetenten Patienten meist innerhalb einer Woche ab. Frühgeborene, Neugeborene, immundefiziente oder immunsupprimierte Patienten könnten das Virus jedoch über mehrere Wochen, im Einzelfall über Monate ausscheiden.

RKI verzeichnet 5 Millionen Atemwegserkrankungen pro Woche

Über fünf Millionen solcher und anderer Atemwegserkrankungen verzeichnete das Robert-Koch-Institut (RKI) in der letzten Oktoberwoche. Diese Zahl liege im Bereich der vorpandemischen Jahre. Rund 1,5 Millionen Menschen suchten deshalb einen Arzt auf, insbesondere bei Erwachsenen liege die Zahl damit deutlich höher als in den Vorjahren.

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