Digitale register für Implantate sollten zum Schutz der deutschen Patienten

Deutschland sollte erhalten eine digitale Implantat-register. Dies ist, was das Bundeskabinett beschloss Anfang April, mit der Rechnung, vorgestellt von der Ministerin für Gesundheit, Jens Spahn.

Mit der neuen zentralen Datenbank in Deutschland, medizinische Implantate werden systematisch gesammelt und in die Körper von deutschen Patienten.

Das Ziel ist die Steigerung der Qualität und Sicherheit von Medizinprodukten. Produkt Fehler kann dann berichtet werden, die alle betroffenen Patienten so schnell wie möglich über das zentrale Implantat-register.

Forscher und Hersteller sind auch das lernen über den Lebenszyklus der einzelnen Arten von Implantaten durch die online-Registrierung und lässt Rückschlüsse auf die Qualität und Leistung der implantierten medizinischen Einrichtungen.

Zentrale Daten-Sammlung für mehr Patientensicherheit

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Köln ist verantwortlich für die zentrale Erfassung der Implantate sowie explantations. Hier die Deutsche Telematik-Infrastruktur verwendet wird.

Ab etwa Mitte 2021, Benachrichtigung der Implantate sollte technisch möglich sein. Ob Hüftgelenk-Prothese, Herzschrittmacher oder Brustimplantate: der Hersteller, der Patienten, der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, Kliniken und Praxen sind dann vorbehaltlich der gleichen Meldepflicht und müssen sich registrieren medizinischen Implantaten obligatorisch in das register.

Es ist noch unklar, ab welchem Zeitpunkt die einzelnen Implantat-Typen werden genau registriert.

Es wird geschätzt, dass Hüft-und Knie-Endoprothesen werden benötigt, um gemeldet werden bereits ab Mitte 2021, laut einer Pressemitteilung aus dem Bundesministerium für Gesundheit Anfang April. Für den zusätzlichen Aufwand bei der Registrierung, Kliniken und Praxen mit Implantaten sollten erstattet werden.

Die übertragung von Daten aus bestehenden Registern

Zusätzlich werden Daten aus der bestehenden Implantat-Register mit bislang freiwillige Teilnahme, die auch übernommen werden. Für diese Datenübertragung die rechtlichen Rahmenbedingungen sind bereits im Bau. Alle Daten der registrierten Implantate werden pseudonymisiert verarbeitet.

Die zentrale, digitale Erfassung der Implantate ermöglicht, problematische Produkte werden frühzeitig identifiziert und vom Markt genommen werden – dies ist das Ziel des Bundesministeriums für Gesundheit. Derzeit 440 000 neue Hüft-und Knie-Endoprothesen und 65.000 Brust-Implantate, zum Beispiel nach einer Brustkrebs-Diagnose, eingesetzt werden in Patienten, die jährlich in Deutschland.

Anna Engberg ist eine in Wiesbaden ansässige freie Journalistin mit Schwerpunkt Gesundheit und Technologie.