COVID-19: Immunität nach Corona-Infektion für mindestens acht Monate – Heilpraxis

Mindestens acht Monate Immunität nach COVID-19

Australische Forschende haben erstmals belegt, dass Menschen, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert waren, ein Immungedächtnis haben, dass dazu beiträgt, mindestens acht Monate lang vor einer erneuten Infektion zu schützen. Eine lang anhaltende COVID-19-Immunität gibt echte Hoffnung auf den langfristigen Schutz von Impfstoffen.

Die Forschung ist der stärkste Beleg für die Wahrscheinlichkeit, dass Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 über lange Zeiträume wirken, heißt es in einer Mitteilung der Monash University in Melbourne (Australien). Frühere Studien haben gezeigt, dass die erste Welle von Antikörpern gegen das Coronavirus nach den ersten Monaten nachlässt, was Bedenken aufkommen lässt, dass Menschen ihre Immunität schnell verlieren könnten. Die neue wissenschaftliche Arbeit beseitigt diese Bedenken.

Schützende Immunantwort

Die Studie ist das Ergebnis einer multizentrischen Zusammenarbeit unter der Leitung von Assistenzprofessor Menno van Zelm vom Institut für Immunologie und Pathologie der Monash University, mit der Alfred Research Alliance, dem Alfred Hospital und dem Burnet Institute (alle in Melbourne). Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Science Immunology“ publiziert.

Die Veröffentlichung deckt auf, dass bestimmte Zellen innerhalb des Immunsystems, die als Gedächtnis-B-Zellen bezeichnet werden, sich an eine Infektion durch das Virus „erinnern“ und bei erneuter Herausforderung durch eine weitere Exposition gegenüber dem Virus eine schützende Immunantwort durch schnelle Produktion von schützenden Antikörpern auslösen.

Gedächtnis-B-Zellen noch Monate nach der Infektion

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rekrutierten eine Kohorte von 25 COVID-19-Erkrankten und nahmen ihnen vom 4. Tag nach der Infektion bis zum 242. Tag nach der Infektion 36 Blutproben ab.

Wie bei anderen Studien – nur mit Blick auf die Antikörperantwort – stellten die Forschenden fest, dass die Antikörper gegen das Virus 20 Tage nach der Infektion weniger wurden.

Wichtig ist jedoch, dass alle Patientinnen und Patienten weiterhin Gedächtnis-B-Zellen hatten, die eine von zwei Komponenten des SARS-CoV-2-Virus erkannten, das Spike- bzw. das Nucleocapsid-Protein. Diese virusspezifischen Gedächtnis-B-Zellen waren bis zu acht Monate nach der Infektion stabil vorhanden.

Hoffnung auf längere Wirksamkeit von Impfstoffen

Laut van Zelm geben die Ergebnisse Hoffnung auf die Wirksamkeit eines Impfstoffs gegen das Virus und erklären auch, warum es so wenige Beispiele für eine echte Reinfektion bei Millionen von Menschen gab, die weltweit positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden.

„Diese Ergebnisse sind wichtig, weil sie definitiv zeigen, dass Patienten, die mit dem COVID-19-Virus infiziert waren, tatsächlich Immunität gegen das Virus und die Krankheit bewahren“, sagte er.

„Dies war eine schwarze Wolke, die über dem potenziellen Schutz hing, den ein COVID-19-Impfstoff bieten könnte, und gibt echte Hoffnung, dass ein oder mehrere Impfstoffe, sobald sie entwickelt sind, einen langfristigen Schutz bieten“, so der Wissenschaftler. (ad)

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