Studie zeigt: Laufen senkt bei 80 Prozent der Läufer den Stresspegel

Laufen tut nicht nur dem Körper gut – es wirkt sich auch positiv auf den Stresshaushalt aus. Das konnten Neurowissenschaftler jetzt in einer Pilotstudie nachweisen. Befragungen unter Läufern zeigen außerdem: In diesem Zustand kommen einem oft die besten Ideen.

„Wir haben schon immer gewusst, dass es beim Laufen um mehr als nur körperliches Training geht“, sagt Matthew Dodge, Managing Director beim Laufschuhhersteller Brooks. Im Rahmen einer Studie des Herstellers konnten Neurowissenschaftler nachweisen, dass das Laufen den Stresspegel senkt und den Läufer in einen neuen Bewusstseinszustand versetzen kann. Diese setzt laut Dodge etwas im Läufer frei: „neue Ideen, neue Denkweisen, neue Möglichkeiten“.

Im Rahmen der Pilotstudie untersuchten die Wissenschaftler das Stresslevel von Sportlern vor, nach und während des Laufens. Es ging unter anderem um die Frage, wie verschiedene visuelle und akustische Umgebungen den mentalen Zustand beim Laufen beeinflussen. Bei der Untersuchung trugen die Läufer EEG-Geräte, also drahtlose Gehirnsensoren, die die elektrische Gehirnaktivität in der Großhirnrinde aufzeichnen.

Bei 80 Prozent der Läufer sinkt der Stresspegel

Das Ergebnis: 80 Prozent der Läufer erlebten durch das Laufen eine deutliche Absenkung ihres Stresspegels. Zwar hätten die meisten befragten Läufer angegeben, selbst keine Senkung ihrer Stresspegel durch das Laufen zu bemerken. Im Vorher-Nacher-Vergleich konnten die Neurowissenschaftler jedoch genau das nachweisen.

Laufschuhhersteller Brooks hat noch eine weitere Umfrage unter 156 Läufern durchgeführt. Die Frage dieses Mal: Welchen Effekt hat das Laufen auf den Geisteszustand von Menschen, die regelmäßig laufen gehen?

Die Läufer wurden gefragt, ob ihnen beim Laufen irgendwann einmal neue Ideen gekommen sind, die ihr Privat- oder Berufsleben verändert haben. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bei einem Lauf schon bewegende neue Ideen gehabt haben. Sei es die Lösung für berufliche Aufgaben oder die Erkenntnis, den Job zu wechseln.

Brooks ruft „Run Fund“ ins Leben

„Die Kombination aus traditioneller Marktforschung und effizienter Neurowissenschaft bietet beispiellose Einblicke in das Gehirn von Läufern. So können wir der Frage nachgehen, warum sie sich besser fühlen“, erklärt dazu Neurowissenschaftler Olivier Oullier.

Um solche, oft lebensverändernden Entscheidungen zu unterstützen, hat der Laufschuhhersteller Brooks einen „Run Fund“ ins Leben gerufen. Wer bis zum 31. März 2021 Ideen in einer kurzen Videobotschaft an das Unternehmen schickt, bekommt eine Belohnung: Eine Fachjury wird weltweit fünf Gewinner ermitteln, die von Brooks bei der Umsetzung ihrer Idee unterstützt werden. Die beste Idee wird mit 100.000 US-Dollar belohnt. Vier weitere Ideen werden mit jeweils 25.000 USD prämiert.

Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt im Mai 2021. Matthew Dodge erklärt: „Wir sind überzeugt, dass Menschen in diesem Zustand die Kraft finden können, einen Tag, ein Leben und ja, sogar die ganz Welt zu verändern.“

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