Neue Modelle im Handel: Das musst du jetzt bei Wassersprudlern beachten

Wassersprudler liegen voll im Trend. Besonders während der Corona-Pandemie konnten große Hersteller wie Sodastream, Aarke oder Sodatrend profitieren.

Auch bei Aldi Süd lief es mit dem eigenen Modell Sodastar blendend. Ab Ende März will Marktführer Sodastream nun ein neues Gerät vorstellen. Für bisherige Kunden und Kundinnen gibt es deshalb eine wichtige Neuerung.

Für Händler und Händlerinnen von Mineralwasser war das Vorjahr kein Gutes. Die Absätze besonders bei den günstigen Modellen waren rückläufig.

Das geht aus einer Auswertung der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser hervor, die der Redaktion des Verbraucherportals ‚Chip‘ vorliegt.

Schuld an dem Einbruch von fast 0,6 Milliarden Litern waren unter anderem die Gastroschließungen. Betreiber und Betreiberinnen hatten weniger Getränke bei den großen Händlern und Händlerinnen bestellt, die Nachfrage nach Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken (darunter Sprudelwasser) ging zurück.
 

Immer mehr Hersteller wollen Wassersprudler anbieten

Zeitgleich verkauften sich Wassersprudler im Vorjahr besonders gut. Nahezu alle großen Hersteller zeigen sich auf Anfrage zufrieden mit der bisherigen Entwicklung.

Doch Expertinnen und Experten erwarten, dass der Konkurrenzdruck auf dem Markt weiter zunimmt. Möglicherweise könnte es auch zu einer Konsolidierung kommen.

So arbeitet Lidl beispielsweise seit einigen Jahren an einem eigenen Wassersprudler. Der Discounter ließ sich bereits den Namen Soda World sichern.

Damit nicht genug: Auch die eigentlich für das Wasserfiltern bekannte Marke Brita plant ein hauseigenes Sprudelprodukt, hat dafür den CO2-Zylinderspezialisten Filltech gekauft.

Aber auch Danone und Bitburger investieren derzeit in das junge Start-Up Mitte und stehen kurz vor dem Produktlaunch eines neuen Wassersprudlers.

Sodastream will in diesem Umfeld offenbar die Marktführerschaft verteidigen. So stellt das Unternehmen nun erstmals ein Update seines Wassersprudlers vor. „Duo“ heißt das rund 120 Euro teure Gerät, das sich vorrangig an Familien richtet. Das Produkt kann erstmals Glas- und PET-Flaschen befüllen, bisher waren dafür jeweils unterschiedliche Geräte nötig.

Zusätzlich sind die Flaschen mit einem Liter deutlich größer als die vorherigen Modelle. Weil Besitzer und Besitzerinnen den „Sodastream Duo“-Sprudler häufiger nutzen sollen, wurde auch der Zylinder optimiert. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen diesen nun nicht mehr einschrauben, sondern er rastet per Hebelmechanismus ein.

Dadurch können Verbraucher und Verbraucherinnen nur noch diese besonderen Zylinder im Duo verwenden. Kunden und Kundinnen müssen sich also umstellen.

In der Regel ist es nämlich so, dass ein CO2-Zylinder für etwa 60 Liter Sprudelwasser ausreicht. Ist die Kartusche leer, muss sie durch eine volle ersetzt werden. Große Supermarktketten und Discounter sowie Baumärkte und Fachhändler bieten Zylinder zum Tausch an, sie kosten zwischen fünf und zwölf Euro. Dazu zählen etwa Aldi Süd, Rewe, Penny, Obi, Real und andere.

Ein Großteil der Händler hat allerdings nur die günstigeren Zylinder-Alternativen von beispielsweise Sodastar oder Sodatrend im Sortiment.

Wer nun den Duo-Wassersprudler kauft, kann vorerst nur diese originalen CO2-Zylinder von Sodastream nutzen. Günstigere Alternativen gibt es nicht, da Sodastream den neuen Zylinder patentiert hat.

Neue Herausforderungen beim Zylindertausch

„Der Duo Wassersprudler ist ausschließlich mit dem Quick Connect Zylinder kompatibel, achten Sie auf die pinke Banderole sowie das Quick Connect Logo“, heißt es deshalb auch auf den Produkten. Der blaue Schraubsystem-Zylinder passt somit nicht.

Somit gilt: Besitzt du einen klassischen Sodastream, so kaufst du ab April 2021 weiterhin den blauen CO2-Zylinder von Sodastream oder die günstigeren Alternativen. Hast du den neuen DUO zu Hause, musst du den pinken Quick-Connect-Zylinder kaufen. Der klassische Zylinder passt dann nicht mehr.

Sodastream-Zylinder bekommen Kunden und Kundinnen bei Rewe, Netto Marken-Discount, Rossmann, EP, Hit, Penny, Edeka und anderen – hier gilt ab April dann äußerste Vorsicht.
 

Adapter sollten Zylinder-Vielfalt vereinfachen

Unklar ist, ob Neueinsteiger wie Brita, Mitte oder Soda World ebenfalls eigene Zylinder-Mechanismen auf den Markt werfen. Die Gefahr: Wer dann bestimmte Wassersprudler kauft, kann explizit nur bestimmte CO2-Zylinder nutzen.

Doch ist die Sorge berechtigt? Eher nein. Immer wieder tauchen Adapter und Gadgets auf, die dabei helfen, Zubehör durch günstigere Alternativen zu ergänzen. Ähnlich könnte es auch bei den Zylindern der Fall sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf chip.de.

Chip.de Redaktion

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