BMG-Expertengruppe soll Pharmaziestudium reformieren

DasPharmaziestudium muss reformiert werden, zu kurz kommen derzeit die klinischePharmazie oder pharmazeutische Dienstleistungen wie ein Medikationsmanagement.Nun soll sich der Deutsche Apothekertag mit der Neugestaltung derApothekerausbildung befassen: ADKA-Präsident Professor Frank Dörje fordert, dass das BMGeine eigene Arbeitsgruppe einrichtet – in der unter anderem Pharmazieprofessorenund -studenten „den Apothekerberuf zukunftsorientiert“ neu ausrichten.

Seit Jahren werden aus verschiedenen Ecken der PharmazieForderungen laut, das Pharmaziestudium müsse reformiert werden. Magdalene Linz, ehemalige Kammerpräsidentin von Niedersachsen, kündigte im vergangenen Jahr an, dass sich die Bundesapothekerkammer 2019 mit dem Thema einer neuen Approbationsordnung befassen will. Nun kommt dasThema beim Deutschen Apothekertag 2019 in Düsseldorf auf den Tisch – sofern der ABDA-Gesamtvorstand zu den noch vorläufigen Anträgen sein Okay gibt. Professor FrankDörje fordert – gemeinsam mit Kollegen sowie den Apothekerkammern Bayern und Niedersachsen unddem Bayerischen Apothekerverband –, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG)eine neue Arbeitsgruppe einrichtet, die „dringend erforderliche Anpassungen undNeugestaltungen der Approbationsordnung für Apotheker in Deutschland“ erarbeitet.

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Nach Ansicht der Antragsteller erfüllt das derzeitige Pharmaziestudium die aktuellen und künftigen Anforderungen an Apotheker nicht. Insbesondere die Ausbildungsinhalte setzten mittlerweile den Schwerpunkt falsch: „So nehmen aktuell die Fächer des Stoffgebietes I (Klinische Pharmazie und Pharmakologie und Toxikologie) nur 12,4 Prozent der Gesamtausbildungsstunden im deutschen Universitätsstudium der Pharmazie ein“, liest man im Antrag. Das ist den Antragstellern offenbar zu wenig – was vor dem Hintergrund des Perspektivpapiers 2030 nachvollziehbar ist.

Perspektivpapier 2030 vom DAT 2014 – was wurde daraus?

Mit dem Perspektivpapier 2030, das bereits im September 2014 mit großer Mehrheit und noch mehr Enthusiasmus beim Deutschen Apothekertag beschlossen wurde, sollte eine neue und patientenorientiertere Pharmazie möglich werden. Dass sich dieses Vorhaben, hin zu mehr Patientenorientierung in der Pharmazie, nur mit einer Novellierung der Ausbildung der Apotheker und folglich der Approbationsordnung verwirklichen lässt, schien vor fünf Jahren ausgemacht. Doch der Aufbruchsstimmung folgte Ernüchterung. So findet sich die Reform der Approbationsordnung erneut unter den Anträgen zum diesjährigen Apothekertag.

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