Aids-Hilfe Fulda: HIV ist unter Therapie nicht mehr übertragbar

Immer am Welt-Aids-Tag baut die Aids-Hilfe Fulda vor ihrem Büro in der Friedrichstraße in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsmarkt einen Stand auf und informiert über die Krankheit. In diesem Jahr ist die Message besonders erfreulich. Denn Aids ist schon lange kein Todesurteil mehr und unter Therapie auch nicht mehr übertragbar.

Weil das Dezemberwetter am Samstagvormittag doch recht schmuddelig ist, setzen wir uns mit Susanne Maul und Kevin Winter ins gemütliche Büro der Aids-Hilfe im ersten Stock, wo eine reich gedeckte Tafel auf Besucher wartet. "Es gibt mittlerweile eine Therapie, bei der das Virus soweit runtergefahren wird, so dass es praktisch gar nicht mehr existent ist", erklären die Beiden, "und die Erkrankten können ganz normal leben wie jeder gesunde Mensch auch." Positiver Nebeneffekt: Man kann sich an den Aids-Patienten auch nicht mehr anstecken.

Dass das so gut wie kaum jemand in der Bevölkerung weiß – übrigens auch viele Mediziner nicht ­–, liege daran, dass die Krankheit nach wie vor ein Tabuthema ist. "HIV ist ein komplexes Thema und wird vor allem im ländlichen Raum stigmatisiert." Eben jene Diskriminierung zu durchbrechen und das Thema in die Öffentlichkeit zu holen, ist eines der Primärziele der Aids-Hilfe, die dafür auch neue Wege geht.

"Wir waren am Welt-Aids-Tag ja immer auch in den Tegut-Märkten vertreten, aber das haben wir in diesem Jahr gelassen", sagt Susanne Maul, "das sammeln mit der Geldbüchse ist einfach nicht mehr zeitgemäß." Und Kevin Winter ergänzt: "Stattdessen sind wir letzte Woche mit Luftballons durch die Kneipen in der Innenstadt gezogen. Das kam überall gut an und ging bis spät in die Nacht." (mw)

*Der Beitrag „Frohe Botschaft: HIV ist unter Therapie nicht mehr übertragbar“ stammt von Osthessen News. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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