Adrenalin-Pens: Jext-Hersteller könnte nur temporäre Lieferengpässe auffangen

Pfizer, Lohnhersteller des Adrenalin-Pens Fastjekt, geht derzeit von einerschwankenden Verfügbarkeit des Notfallmedikaments für Allergiker in denkommenden Monaten aus. Aus der Vergangenheit sind Apotheken Szenarien bekannt,in denen schließlich gar kein Epinephrin-Pen mehr lieferbar war. DieKonkurrenz-Präparate konnten den Engpass des Marktführers nicht auffangen. Nunteilte Jext-Hersteller ALK-Abelló DAZ.online auf Anfrage zumindest mit, dass das erhöhteProduktionsvolumen aus 2018 auch für 2019 beibehalten wird. Einen Totalausfall von Fastjekt könne man aber nicht auffangen.

Aktuell gibt es laut Melde-Liste des BfArM wieder einenLieferengpass beim Epinephrin-Pen Fastjekt® von Meda Pharma. Der Pen zurNotfallbehandlung schwerer allergischer Reaktionen soll aufgrund vonProduktionsproblemen beim Lohnhersteller Pfizer bereits seit April von einem Lieferengpass betroffen sein.Gemeldet wurde der Engpass am 30. April, enden soll er noch im Mai. Allerdingsgeht Pfizer davon aus, dass die Verfügbarkeit von Fastjekt®in den kommenden Monaten weiter schwanken wird. Das hatte die Firma DAZ.onlineauf Anfrage mitgeteilt.

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Fastjekt: Apotheken müssen mit weiteren Engpässen rechnen

Die aktuellen Lieferengpässe seien auf Wartungs- undModernisierungsarbeiten in der Produktionsanlage zurückzuführen, die im Winterdurchgeführt wurden. Diese hätten länger als erwartet gedauert. Zudem habe estemporär technische Schwierigkeiten gegeben. „Beides in Kombination hat dazu geführt, dass wir keineausreichenden Reserven aufbauen konnten. Wir gehen daher davon aus, dass in denkommenden Monaten die Verfügbarkeit von Fastjekt® variieren wird. Dies kann sichabhängig von der saisonalen Nachfrage fortsetzen“, so Pfizer gegenüber DAZ.online zur aktuellenLiefersituation.

Auch ALK-Abelló spürtfür 2019 weiterhin erhöhte Nachfrage

Dass Adrenalin-Pens in der Herstellung komplex zu seinscheinen, hat sich in der Vergangenheit immer wieder bemerkbar gemacht. Im August2018 sahen sich die Apotheken schließlich damit konfrontiert, dass gar keinAdrenalin-Pen mehr lieferbar war – also weder Fastjekt®, Emerade® noch Jext®. Könntefür 2019 nun ein ähnliches Szenario bevorstehen? Jext®-Hersteller ALK-Abelló Arzneimittel GmbH teilteDAZ.online auf Nachfrage mit, dass sich die aktuelle Nachfrage nach denAdrenalin-Autoinjektoren JEXT® 300 µg und JEXT® 150 µg nach wie vor aufleicht erhöhtem Niveau bewege. Hintergrund für die anhaltende höhere Nachfrage seienweiterhin die Auswirkungen der Lieferschwierigkeiten beim marktbeherrschendenAnbieter für Adrenalin-Autoinjektoren in Europa in 2018.

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